Was kann der KMUrechner nicht?

Jedes Unternehmen ist in seiner Struktur einmalig. Deshalb kann der eine Betrieb einen ganz anderen Wert haben, als sein direkter Wettbewerber, der in derselben Branche, mit der gleichen Mitarbeiterzahl und identischen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen tätig ist. Hinzu kommt: Werte sind nie objektiv. Auch jeder Ertragswert ist durch subjektive Eingaben geprägt wie beispielsweise die Risikoeinschätzung. Und schließlich sind Werte etwas anderes, als der Preis, der am Markt gezahlt wird. Diesen kennt man aber auch erst, wenn der Kaufvertrag unterschrieben ist.

Der KMUrechner kann daher weder einen objektiven Wert Ihres Unternehmens ermitteln noch den richtigen Preis bestimmen. Dieses kann kein Tool und auch kein Berater. Der KMUrechner ist darüber hinaus ein standardisiertes Onlinetool und kann daher nicht die Individualität einer professionellen Unternehmensberatung leisten. Wir empfehlen Ihnen daher, vor einem Kauf oder Verkauf einen vertrauten und in Nachfolgethemen kompetenten Berater hinzuzuziehen. Hinweise auf Ansprechpartner in Ihrer Region finden Sie hier im Nachfolgewiki.

Besonderheiten bei der Bewertung mit dem KMUrechner:

Der KMUrechner richtet sich in erster Linie an kleine und mittlere Unternehmen, die besonderen Risiken wie z. B. einer hohen Inhaberabhängigkeit ausgesetzt sind. Dies spiegelt sich auch in der Zinshöhe wider, die entsprechend höher ist als z. B. die Marktrisikoprämien für börsennotierte Unternehmen. Für größere Unternehmen und börsennotierte Publikumsgesellschaften oder auch Unternehmen der öffentlichen Hand ist der KMUrechner daher nur eingeschränkt aussagefähig.

Zur Reduzierung des Eingabeaufwands werden die Ertragsteuern im KMUrechner sowohl im Zähler als auch im Nenner nicht berücksichtigt. Die unterschiedliche Besteuerung von Einzelpersonen, Kapital- und Personengesellschaften erhöht den Komplexitätsgrad unverhältnismäßig. Eine pauschalierte Steuerberücksichtigung erhöht nicht die Richtigkeit des Ergebnisses.

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